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03.03.2014: Informatiker der HAW Hamburg präsentieren auf der CeBIT 2014, wie das Internet der Dinge die zivile Sicherheit der Menschen verbessert ohne ihre Privatsphäre zu verletzen

Massenansammlungen an öffentlichen Orten können plötzlich in Massenpaniken umschlagen, Überfüllung kann z.B. einen Flughafen zur gefährlichen Falle werden lassen. Doch rechtfertigt die eventuelle Gefahr unsere ständige Überwachung? Die Internet-Technologen der HAW Hamburg weisen einen anderen Weg: Im Internet der Dinge können kleine Sensoren kritische Menschenmengen entdecken - ohne einzelne Personen per Video zu überwachen. Erste Ergebnisse sind nun vom 10. bis 14. März auf der Cebit in Hannover zu sehen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der französischen ANR mit insgesamt 2,6 Millionen Euro.

Modernste Technologien können unsere Sicherheit erhöhen und dennoch unsere Privatsphäre respektieren. Neue Möglichkeiten bietet das Internet of Things, welches aus vielen Kleinstcomputern mit lokaler Intelligenz besteht. Informationen können hier dezentral vor Ort ausgewertet werden und gelangen nur im Falle einer echten Gefährdung an das Sicherheitspersonal. Prof. Dr. Thomas C. Schmidt vom  Department Informatik der HAW Hamburg entwickelt mit seiner Forschungsgruppe Internet Technologies datenschutzfreundliche Lösungen in dem Projekt SAFEST (Social-Area Framework for Early Security Triggers at Airports). In dem deutsch-französischen Forschungsverbund kooperieren die Freie Universität Berlin, Fraunhofer Fokus, INRIA sowie die Firmen SAGEM, Daviko GmbH und die Berliner Flughäfen.  

„Das Internet of Things eröffnet viele neue Möglichkeiten“, erklärt Prof. Schmidt. „In SAFEST schätzen wir Menschenmengen mit Infrarot-Signalen, die keine Einzelperson erkennbar machen. Dieses Vorgehen ist mit dem Datenschutz vollständig verträglich.“ Die Anwendungsgebiete für solche Lösungen sind zahllos. Dennoch ist der Weg in den Alltag noch steinig. Das Projekt SAFEST hat jedenfalls noch viele grundlegende Themen auf der Agenda: Ein echtes Betriebssystem für das IoT (RIOT-OS), passgenaue verteilte Programmiermethoden und optimierte Kommunikation. „Die Systeme müssen noch viel einfacher, kleiner und robuster werden, um sowohl Strom als auch Kosten zu sparen, aber auch um sich wirklich auf sie verlassen zu können“, so Schmidt.

Die Ergebnisse werden auf der CeBIT vom 10. bis 14. März in der Halle 9 auf Stand  E40. 

 

Weitere Informationen:

http://safest.realmv6.org/

 

Kontakt:  

Prof. Dr. Thomas Schmidt
Department Informatik
T. 040.428 75-8452

schmidt@informatik.haw-hamburg.de

 

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